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Kinder- und Jugendparlamente gut begleiten - digitale Fortbildungsreihe für Fachkräfte

Fortführung der Fortbildungsreihe in 2026

Die erfolgreiche Online-Bildungsreihe “Kinder- und Jugendparlamente gut begleiten” wird 2026 fortgesetzt!

Auch in 2026 bietet die Akademie für Kinder- und Jugendparlamente ab dem 28. Januar 2026 im Rahmen von zehn digitalen Terminen jeweils von 9 bis 10.30 Uhr Räume für Austausch, Vernetzung und Diskussion für alle an, die Kinder- und Jugendparlamente begleiten. In den Sessions von 90 Minuten gibt es neben konkreten Inputs von Expert*innen aus der Kinder- und Jugendbeteiligung und interaktiven Elementen eine digitale Dokumentation und Räume für kollegiale Beratung. Die Themen sind praxisorientiert und vielfältig: Wie können aktivierende und attraktive Beteiligungsformate gestaltet werden? Was heißt “Repräsentativität” oder “Diversität” eigentlich für Kinder- und Jugendparlamente? Wie gelingt die Zusammenarbeit mit anderen kommunalen Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss? Was braucht es für eine gute Öffentlichkeitsarbeit? Der rote Faden, der sich durch alle Sessions zieht: Was bedeutet politische Bildung im Kontext von Beteiligung durch und in Kinder- und Jugendparlamenten?

Die Reihe richtet sich an alle, die als hauptamtliche Fachkraft ein Kinder- und Jugendgremium begleiten, sei es aus der Verwaltung heraus oder aus der Jugendarbeit. Eingeladen sind sowohl Personen, die unsere Fortbildungsreihe bereits erlebt haben als auch diejenigen, die bisher nicht dabei waren. Einige Themen sind neue, andere wiederholen sich, haben dabei aber meist einen anderen Schwerpunkt.

Die Teilnahme ist kostenfrei und sowohl für einzelne als auch mehrere und alle Sessions möglich. Wir bitten um Anmeldung für jede Veranstaltung separat. Alle Termine finden sich weiter unten auf der Seite. Die Themen werden nach und nach hier und auf der Instagramseite @starke.kinder.jugendparlamente veröffentlicht.

Termine

Insgesamt werden 2026 an zehn Terminen verschiedene Themen und Fragen beleuchtet. Die zehn Termine für die Fortbildungsreihe stehen bereits fest. Die Themen und weitere Infos werden nach und nach veröffentlicht.

Folgende Termine finden noch statt:

In diesem Termin widmen wir uns dem Thema Jugendhilfeausschüsse/kommunale Zusammenarbeit. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen.

Anmeldung unter: https://go.adb.de/kijupa-fobi26-7

Thema wird noch bekanntgegeben, dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.

Thema wird noch bekanntgegeben, dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.

Thema wird noch bekanntgegeben, dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.

Zielgruppen: Begleitkräfte für Kinder- und Jugendparlamente, Jugendgremien und alle politischen Beteiligungsformate, Fachkräfte aus der Verwaltung und Jugendarbeit, die für Kinder- und Jugendparlamente zuständig sind

Format: Zoom-Sessions (90 Minuten)

Kosten: keine

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung über den Link zur Anmeldung beim jeweiligen Termin. Danach erhalten Sie den Zugangslink. Eine Teilnahme ist an einzelnen, mehreren oder allen Sessions möglich. Die Anmeldung für die einzelnen Sessions wird nach und nach möglich sein.

vergangene Termine

Folgende Termine fanden dieses Jahr bereits statt:

2026 wird gewählt! Wie KiJuPas mitmischen können.

In diesem Jahr finden Kommunal- und/oder Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt statt. Kinder- und Jugendparlamente vertreten die Interessen junger Menschen und verstehen sich auch als Orte der politischen Bildung – deswegen wollen sie auch im Vorfeld der Wahlen mitmischen: Sie beschäftigen sich mit Wahlprogrammen, treten mit Kandidat*innen und Parteien in Kontakt, beteiligen sich an den Aktionen anderer Akteure und organisieren Veranstaltungen. Die Auftakt-Session 2026 bietet vielfältige Impulse zu Aktionen von KiJuPas im Wahljahr: Welche Formate eignen sich? Wie können Begleitkräfte unterstützen – und worauf müssen sie achten?

Impuls: Sonja Straßner (Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg)

KiJuPas sind oft auf Social Media aktiv, berichten von Aktionen und Veranstaltungen, vernetzen sich und machen ihre Themen sichtbar. Aber neben Social Media spielen auch noch die Lokalzeitung, Nachrichtenportale von Medienhäusern, Radio und Fernsehen eine entscheidende Rolle für die Kommunikation mit der interessierten Öffentlichkeit und auch – über Bande – mit Politik und Verwaltung. Doch wie macht man sich als KiJuPa interessant für diese “klassischen” Medien? Braucht man dafür noch Pressemitteilungen? Und wie platziert man sich gezielt in der Presse, um Aufmerksamkeit für die eigenen Themen und Forderungen zu erhalten? In dieser Session dreht sich alles um Presse- und Medienarbeit und darum, wie Begleitkräfte KiJuPas dabei unterstützen können, den Überblick im Mediendschungel zu behalten und gleichzeitig lautstark für mehr Kinder- und Jugendbeteiligung einzutreten.

Impuls: Clara Stritzinger und Paul Langer (medienebene e.V.)

Alle(s) “normal”!? Psychische Gesundheit im KiJuPa

23% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind psychisch belastet, sie kämpfen noch mit den Nachwirkungen der Pandemie und gleichzeitig betreffen sie neue Krisen wie Krieg, Klimawandel und wirtschaftliche Unsicherheiten (COPSY-Studie 2025). Auch junge Menschen, die sich in Kinder- und Jugendparlamenten engagieren, berichten von Ängsten und Belastungssymptomen, die sich nicht nur auf Schule und Freizeit auswirken, sondern auch auf ihr Ehrenamt. Gleichzeitig nehmen manche das KiJuPa als Ort wahr, an dem sie eine hohe Selbstwirksamkeit erfahren und sich wohl fühlen – während andere das Engagement als zusätzliche Überforderung bezeichnen. In dieser Session fragen wir uns: Welche Aufgabe kommt hier Begleitkräften von KiJuPas zu? Welchen Teil leisten sie zur Prävention, welchen zur Intervention – und wie können sie junge Engagierte stärken?

Impuls: Özlem Tokyay (Mental Health Coaches)

Neu dabei? Wissenstransfer im KiJuPa gestalten

Mit den Wahlen eines KiJuPas kommen viele neue und motivierte Mitglieder zu einem Gremium dazu, während andere Mitglieder sich aus dem KiJuPa verabschieden, weil sie nicht noch einmal kandidiert haben oder nicht gewählt worden sind. Das bedeutet, dass zum einen das Ankommen der “Neuen” und das Verabschieden der “Alten” gut und wertschätzend gestaltet werden muss, zum anderen müssen aber auch Formate des Wissenstransfers geschaffen werden, damit die Arbeit im KiJuPa weitergehen kann und gleichsam die neuen Mitglieder sich und ihre Perspektiven einbringen können. Welche Rolle kommt hier der KiJuPa-Begleitkraft zu? Wie können neue Mitglieder von ehemaligen Mitgliedern und deren Erfahrung profitieren? Und wie geht man mit ehemaligen Engagierten um, die zwar nicht mehr gewählt sind, sich aber noch einbringen wollen?

Impuls: Julia Krüger (KiJuBB – Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg)

Mehr als Empowerment! Mädchen*beteiligung im KiJuPa

Während viele KiJupas bereits geschlechterparitätisch besetzt sind oder Parität in ihren Satzungen festgehalten haben, ist die Kommunalpolitik personell und strukturell noch sehr männlich geprägt. Das wirkt sich mittelfristig wiederum auf die Zusammensetzung und politische Praxis der kommunalen Jugendbeteiligung aus. Engagierte Mädchen* und junge Frauen* berichten, dass sie Zugänge zu Kommunalpolitik herausfordernd finden, da sie aufgrund ihres Geschlechtes und ihres Alters Diskriminierung erfahren. Was brauchen Mädchen* und junge Frauen*, um sich zu beteiligen? Wie kann nicht-männliches Engagement in der kommunalen (Jugend-) Politik über die Erfahrung in der Jugendbeteiligung hinaus ermöglicht werden? Und wie können Geschlechtergerechtigkeit und Jugendbeteiligung ganz praktisch zusammengedacht werden?

Impuls: Anna Grebe (Beraterin für Jugendpolitik und Jugendbeteiligung)

In Sachen Demokratie niemals neutral! KiJuPas und der Mythos vom „Neutralitätsgebot“

Immer wieder wird behauptet, dass KiJuPas und ihre erwachsenen Begleitpersonen keine Stellung zu politischen Themen oder Parteien beziehen dürften, sondern sich an ein „Neutralitätsgebot“ oder eine „Neutralitätspflicht“ halten müssten. Diese Behauptung wird politisch oft bewusst eingesetzt, um KiJuPas zu schwächen und junge Stimmen aus dem Diskurs zu drängen. Stimmt diese Behauptung? (Spoiler: NEIN) Zu was sind KiJuPas wirklich verpflichtet? Und wie können Begleitkräfte mit Forderungen nach Neutralität umgehen? Welche Rolle spielt die Trägerschaft des KiJuPas? Wir werden Antworten auf diese Fragen finden und Tipps geben, wie man sich gegen diese falschen Behauptungen wehren kann.

Impuls: Jana Sämann (Universität Siegen)

Die Fortbildungreihe fand bereits in den Jahren 2024 mit insgesamt elf Terminen und 2025 mit insgesamt zehn Terminen statt.

Die Reihe findet im Rahmen der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Trägerschaft des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. statt und wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP).

Überschrift Fachkräfte, Mehrere skizzierte, bunte Personen stehen an einem Whiteboard und haben Sprechblasen mit Kaken und Ausrufezeichen